LADEPLANUNG FÜR DIE FLOTTE

Depot-Ladeleistung berechnen: Energiebedarf Ihrer E-Lkw-Flotte

Wie viel mittlere Leistung brauchen Ihre Lkw im gemeinsamen Ladefenster? Setzen Sie Ihre Energiemengen ein und vergleichen Sie den Bedarf mit der verbleibenden Standortleistung.

Frei gewählte Beispielwerte, keine Fahrzeugmessung. Für gleichartige Fahrzeuge mit gleichem Ladefenster. Stand: 12.10.2026.

Ihre Planungsannahmen

ENERGIEBILANZ IHRER ANNAHMEN

Mittlere Mindestleistung

Erst nach dem Berechnen erscheint Ihre Auswertung.

Dies ist eine vereinfachte Energiebilanz, keine Netzanschlussplanung. Ein gedeckter Energiebedarf bestätigt weder die Einhaltung von Spitzenlasten noch die rechtzeitige Abfahrt jedes Fahrzeugs.

Welche Werte gehören in den Rechner?

Die Batterieenergie ist die Energiemenge, die je Fahrzeug zusätzlich gespeichert werden soll, nicht die gesamte Batteriekapazität. Verwenden Sie bei unterschiedlichen Touren zunächst Gruppen mit vergleichbaren Bedarfen. Addieren Sie deren mittlere Leistungen nur, wenn die zugrunde gelegten Ladefenster tatsächlich übereinstimmen.

Der Wirkungsgrad beschreibt den Anteil der Netzenergie, der in der Batterie ankommt. Die 90 Prozent sind eine frei gewählte Annahme. Tragen Sie Ihren gemessenen oder begründet angesetzten Wert ein. Wenn bereits ein Verbrauch am Ladezähler vorliegt, rechnen Sie Verluste nicht ein zweites Mal hinzu.

Die sonstige Last muss zur gleichen Zeit wie das Laden betrachtet werden. Der Rechner behandelt sie im gesamten Zeitfenster als konstant. Anlagenbegrenzungen, zeitweise hohe Verbräuche, Ladepunktzahl, Leistungsteilung und die Aufnahmeleistung der Fahrzeuge müssen separat geprüft werden.

So wird gerechnet

  1. Batterieenergie der Flotte = Fahrzeugzahl × Energie je Fahrzeug.
  2. Netzenergie = Batterieenergie ÷ (Wirkungsgrad ÷ 100).
  3. Mittlere Mindestleistung = Netzenergie ÷ Ladefenster.
  4. Verbleibende Ladeleistung = Anschlussleistung minus sonstige Last, mindestens null.
  5. Im Zeitfenster speicherbare Energie = verbleibende Leistung × Stunden × Wirkungsgrad.

Frei gewähltes Beispiel: Zehn Fahrzeuge mit jeweils 100 kWh zusätzlicher Batterieenergie benötigen bei 90 Prozent Wirkungsgrad rund 1.111,1 kWh aus dem Netz. In acht Stunden sind das im Mittel 138,9 kW. Bei 200 kW Anschlussleistung und 50 kW sonstiger Last bleiben 150 kW fürs Laden. Die Energiebilanz reicht unter diesen Annahmen; der konkrete Ladeplan ist damit noch nicht geprüft.

Was tun bei einer Lücke?

Prüfen Sie längere tatsächlich verfügbare Ladefenster, geringere gleichzeitig laufende Standortlasten oder eine andere Verteilung der Energiemengen. Eine größere Anschlussleistung muss mit Fachplanung und Netzbetreiber geklärt werden. Der Rechner berücksichtigt keine Photovoltaik, Pufferspeicher, Ladepausen oder zeitlich versetzten Ankünfte.

Für den einzelnen Lkw hilft der Ladefensterrechner. Die nächsten Planungsschritte stehen im Ratgeber zum Depotladen. Für die Wirtschaftlichkeit nutzen Sie den Kostenvergleich zwischen Elektro und Diesel.