HERSTELLER · WINDROSE

Windrose E700: technische Daten und was der europäische Praxistest zeigt

Windrose verbindet ein internationales Fahrzeugkonzept mit Aktivitäten in Europa. Für die Bewertung sollten aktuelle Herstellerdaten und dokumentierte frühere Testfahrten getrennt bleiben.

MCS-Ladestecker und zugehörige Fahrzeugbuchse von Stäubli in einer Nahaufnahme
MCS-Stecker und Fahrzeugbuchse von Stäubli. Technikfoto zum Ladestandard, keine Aufnahme eines Windrose-Fahrzeugs.Foto: SRago91 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Unternehmen und betrachtete Generation

Windrose nennt Antwerpen als Unternehmenssitz. In diesem Artikel betrachten wir den E700 der Generation 2 anhand der aktuell verlinkten Herstellerseiten. Ausblicke auf spätere Generationen sind kein Bestandteil der heutigen Fahrzeugbewertung.

Für Ihre Anfrage sollten die Generation, die europäische Ausführung und die genaue Batterie festgehalten werden. Technische Veröffentlichungen können sich verändern. Ein beim ersten Gespräch verwendetes Datenblatt gehört deshalb mit Datum und Versionsstand zu den Angebotsunterlagen.

Welche Zahlen die aktuelle Technikseite nennt

  • Batterie: 705 kWh in der Regionstabelle; die detaillierte LFP-Spezifikation nennt 705,2 kWh Nennenergie.
  • Reichweite: 700 km als Herstellerreferenz für die Generation 2.
  • Laden in der EU-Ausführung: CCS2 und MCS werden genannt; das Datenblatt beschreibt etwa 38 Minuten von 20 auf 80 Prozent mit bis zu 870 kW.

Die nutzbare Energie und die garantierten Eigenschaften Ihres angebotenen Fahrzeugs sind damit noch nicht vollständig beschrieben. Übernehmen Sie einen Nennwert nicht automatisch in ein tägliches Ladefenster. Die Einsatzplanung des Herstellers verwendet eigene Referenzannahmen; sie ersetzt keine Messung auf Ihrer Tour.

Was CEVA tatsächlich erprobt hat

CEVA Logistics veröffentlichte am 4. November 2025 Ergebnisse eines Windrose-Piloten zwischen Algeciras und Madrid: 1.383 Kilometer hin und zurück, zwei Schnellladungen, ein angegebenes Gewicht von 31 Tonnen und ein mittlerer Verbrauch von 1,26 kWh/km. CEVA nennt zudem mindestens 670 Kilometer Reichweite.

Diese Angaben sind ein konkreter Einsatzbericht. Die gesamte Rundstrecke wurde nicht mit einer einzigen Batterieladung gefahren. Ebenso belegt ein Versuch bei 31 Tonnen keinen gleichen Verbrauch bei höherem Gewicht. Die Veröffentlichung ordnet das Testfahrzeug nicht eindeutig der hier betrachteten aktuellen Gen-2-Spezifikation zu; wir setzen beide daher nicht gleich.

So nutzen Sie den Bericht für einen eigenen Test

Übernehmen Sie die Methode, nicht ungeprüft das Ergebnis: Legen Sie eine klar beschriebene Strecke fest, dokumentieren Sie die tatsächliche Ladung und erfassen Sie jeden Ladestopp. Schreiben Sie auf, ob ein Verbrauch am Fahrzeug oder am Ladezähler gemessen wurde. Für Stromkosten zählt die bezahlte Energie einschließlich der zugehörigen Ladeverluste.

Prüfen Sie neben dem Energiebedarf auch die Bedienung. Können Fahrerinnen und Fahrer die relevanten Funktionen unter Arbeitsbedingungen gut erreichen? Passt das Fahrzeug auf den Hof und an die üblichen Rampen? Ist Laden mit gekoppeltem Auflieger möglich? Solche Punkte werden in einem Datenblatt oft nicht für Ihren Standort beantwortet.

Vor einem Flottenauftrag offene Punkte schließen

Verlangen Sie die Unterlagen für die konkret angebotene Ausführung sowie einen benannten Servicepartner. Legen Sie fest, wer bei Ladeproblemen, Diagnosedaten und Ersatzteilen zuständig ist. Fragen Sie nach dem Umfang der Einweisung und nach einem verbindlichen Liefertermin.

Ein Pilotfahrzeug kann helfen, diese Annahmen vor einer größeren Beschaffung zu prüfen. Der Vergleich E700 gegen MAN eTGX erklärt, wie Sie unterschiedliche Fahrzeugkonzepte fair gegenüberstellen. Unsere Ladekostenrechnung hilft dabei, einen gemessenen Verbrauch in die eigene Kalkulation zu übersetzen.